Bezirksligist 1. Herren FSG Südkreis sieht positive Entwicklung

Mittwoch, 09. Oktober 2019 - 10:08 Uhr

Ein Sieg über den SV Küsten war den Fußballern der FSG Südkreis in Punkt- und Pokalspielen schon lange nicht mehr vergönnt. Vergangene Saison standen die FSG-Kicker zwar zweimal dicht vor einem Erfolg gegen den Bezirksliga-Konkurrenten: 1:1 endete ein Punktspiel, 5:7 hieß es im Bezirkspokalmatch nach Elfmeterschießen - ansonsten hieß der Gewinner in den vergangenen Jahren immer SVK. Am Sonnabend war es aber soweit: 4:2 besiegte die FSG den SV Küsten - und ließ es danach richtig krachen. "Wir haben mit der fast kompletten Mannschaft noch lange gefeiert", erzählte ein glücklicher Spieler Yannick Krabiell von der FSG-Elf.

Krachen lassen hatte es zuvor bereits die FSG auf dem Spielfeld, als sie nach einem 0:2-Rückstand besonders dank des dreifachen Joker-Torschützen Denis Schulz noch den 4:2-Sieg erzielt hatte. Und den genoss die FSG, berichtete der 28-jährige Kra-biell, der auch Vorsitzender des TSV Schnega ist. Der Sieg gebe nicht nur Rückenwind und Selbstvertrauen. Auch die Tabelle schaut sich die FSG gerne an. Platz elf ist zwar kein Ruhekissen. Acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind aber schon ein kleines Polster, der SV Küsten ist zudem nur noch einen Zähler entfernt.

Auch FSG-Trainer Mario Zens jubelte: "Wir waren ja in den vergangenen Duellen immer dichter dran an Küsten." Und ein wenig hatte er auch schon auf einen Erfolg gehofft, denn er gehe jedes Spiel an, um es auch zu gewinnen. Seine Fußballer und er wissen aber: Zum Abheben gibt es keinen Grund. "Küsten war angeschlagen", betont Zens. Der Gegner war nicht in Bestbesetzung angetreten und hatte frühe Wechsel verkraften müssen. Verdient sei der Sieg aber allemal gewesen, zumal die FSG am Ende mehr zuzusetzen hatte. "Und wie es gelaufen ist, macht die Sache noch ein bisschen schmackhafter", freut sich Zens, dass sein Team ein 0:2 umgebogen hat.

Nicht nur für ihn sei das ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Elf im zweiten Jahr auf Bezirksebene positiv weiterentwickelt. Vergangene Saison hatte die FSG nach dem Aufstieg im Sommer 2018 fast immer im Tabellenkeller gestanden. Nun stehen schon zwölf Zähler auf dem Konto. "Wir wachsen und entwickeln uns weiter, sonst brauchen wir den ganzen Aufwand ja auch nicht zu machen", betont der ehrgeizige Coach. Spielerisch sieht er seine Elf gegenüber der Vorsaison eher nur ein bisschen, mental dagegen deutlich weiter: "Wir sind nicht mehr so hippelig und spielen konzentrierter." Dass seine Elf manchmal noch ungestüm ist, sei normal: "Das ist ja noch ein junger Haufen." Der jüngste Erfolg schmecke aber besonders gut.

Zens ordent das aber alles realistisch ein. Die bisherigen Siege habe sein Team mit fast optimaler Besetzung erreicht, weiß er. "Wenn mehrere fehlen, bekommen wir das noch nicht hin." Doch der Trend und der Einsatz stimmen. Auf 20 Zähler will der Coach das Punktekonto bis zur Winterpause noch aufstocken und im sicheren Tabellenmittelfeld stehen. "Dann haben wir in den Spielen nicht so viel Druck, als wenn man unten drin klebt."

Auch Krabiell sieht die FSG auf einem guten Weg. Das 4:2 sei gerecht gewesen: "Das war eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, jeder hat sich reingeworfen". Natürlich habe der SVK derzeit Personalprobleme. "Küstens erste Elf auf dem Platz am Sonnabend war aber nicht schlecht." Für Krabiell zeigt sich auch: Rückstände werfen die FSG nicht mehr so schnell um. "Wir sind weiter als vergangene Saison." Das Team bleibe aber realistisch, denn auch dieses Match habe gezeigt, "dass wir um jeden Punkt kämpfen müssen. Und wir brauchen auch jeden", sieht er wie die FSG den Klassenverbleib noch lange nicht erreicht. Derzeit laufe es aber - und gegen weitere Kracher-Partys hätten er und die FSG nichts einzuwenden.

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Quelle: ejz.de (09.10.2019)


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